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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 15.08.2015
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Das plattdeutsche Wort „büörn“

Wer hat schon einmal gezählt, wie oft er am Tag etwas heben muss, wat büörn mot? Vielleicht gibt es Statistiken, die besagen, wie häufig man etwas an- bzw. hochhebt, wat an- of haugebüört, oder etwas aufhebt bzw. auflädt, wat upbüört. Vorsichtig sollte man sein und sich nicht verheben, sik vöbüörn. Und zu viel sollte man sich auch nicht aufbürden, sik upbüörn, denn das kann letztlich zum Zusammenbruch führen. Das gilt z.B. auch beim Richten des Fachwerkhauses, bi dat Huusbüörn. Nach der Arbeit feiert man das Richtfest, dat Huusbüörn wät fiert. An vielen Stellen hat man Bühnen, Büörns. Nicht nur für Theaterspiele, auch für Arbeiten in größerer Höhe ist ein Büörn hilfreich. Einen Zwischenboden, auf den man etwas heben kann, nennt man ebenfalls Büörn. In Bauern- und Heuerhäusern gab es über Viehställen Böden für Spreu, dän Kafbüörn, Heu, dän Haibüörn, und Getreide, dän Käörnbüörn. In der Kirche steht die Orgel auf einer Bühne, up dän Üörgelbüörn. Schade, dass es keinen Räucherboden mehr gibt, nen Raikerbüörn! Dao dai ik mi gään äs een Raikerendken of een Stüksken Raikerschinken wäghalen!

 

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