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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 25.02.2016
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Das plattdeutsche Wort „Kartuffel“

Gut, dass der Alte Fritz 1756 die Anordnung zum Anbau der damals ungeliebten Kartoffel gab, dat he dän Kartuffelbefiäl ruutgiëwen häw! Denn was wären wir heute ohne die Kartoffel, de Kartuffel?  Er befahl den Preußen, Speisekartoffeln zu pflanzen, Iätkartuffeln to puorten. Um die Abstände gleichmäßig zu machen, benutzte man für die Pflanzkartoffeln Gestelle, för de Saotkartuffeln Kartuffelpüörters. Aus den Kartoffeln wachsen Pflanzen, Kartuffelstrüke, auf denen sich gerne Kartoffelkäfer niederlassen, Kartuffelkaweln sät. Im Juli beginnt die Ernte der Frühkartoffeln, van de Frökartuffeln. Die Hauptzeit der Kartoffelernte, van de Kartuffelklaie, liegt im Herbst. Früher gab es dazu die Herbstferien, de Kartuffelferrien. War ein Feld abgeerntet, machte man ein Kartoffelfeuer, een Kartuffelfüer, und backte sich darin Kartoffeln, de Bakkartuffeln. Auf dem Speiseplan zuhause aber standen Salz- bzw. Pellkartoffeln – Solt- of Pelkartuffeln, Kartoffelpüree – Kartuffelbri, Bratkartoffeln – Braodkartuffeln, oder Kartoffelsalat – Kartuffelsaolaot. Män, wat mi ümmer nao an besten smäk, dat is Kartuffelpankoken!

 

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