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Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 14.05.2016
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Das plattdeutsche Wort „Möller“

Der häufigste Hausname in Deutschland ist die Berufsbezeichnung Müller, zu plattdeutsch Möller. Der Müller, de Möller, und seine Frau, de Möllerske,  betrieben eine Mühle, ne Müël. Je nach Mühlentyp war man ein Windmühlen-, een Winnemöller, oder ein Wassermühlenbetreiber, een Watermöller. Zusätzlich unterscheidet man, was gemahlen wurde, wat maolt wüör. Ein Ölmüller, een Üölgemöller, gewinnt Öle aus Früchten und ein Miälmöller Mehl aus Getreidekörnern. Dagegen sägt ein Sägewerker, een Sagemöller, z.B. Bretter und Bauholz zurecht.

So ist es nicht verwunderlich, wenn auch diese Bezeichnungen in Hausnamen vorkommen. Typisch norddeutsch ist das Anhängen von –s an Hausnamen, wie bei Möllers, weil der Hausname zunächst und dann der Vorname genannt werden. Sehr westfälisch ist das Anhängen von –ing an Haus- oder auch Vornamen wie bei Möllering, als der Sohn des Müllers. Leicht zu erkennen ist die Zusammensetzung aus Berufs- und Vornamen wie bei Möllerherm, also der Müller Hermann.

Jä, dao möllert sik net wat trächte, of?

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