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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 02.03.2017
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Das plattdeutsche Wort „wäggen“

 

Regen und bewegen – wäggen un bewäggen, das geschieht unentwegt, immerzu, aalswäg. Anwäggen bedeutet langsam bewegen. Die Bewegung is dat Wäggen of Bewäggen. Ja, und wie oft sind wir heutzutage unterwegs – unnerwäggens! Bewegt sich etwas – bewägt sik wat, dann kann es gleichmäßig sein – eenswäg sien, immerzu sein – egaolwäg sien, oder ganz plötzlich sein – bienewäg sien. Ist man auf halbem Wege sint wi halwwägs of middewägs dao. Das hochdeutsche Wort weg bzw. fort heißt auf Plat wäggen oder auch kurz wäg. Ist etwas irgendwo oder anderswo, dän is et enerwäggen of ännerwäggen. Geschieht etwas bei jeder Gelegenheit, dän passeert et allerwäggen. Als Vorsilbe wäg kommt das Wort wie im Hochdeutschen sehr häufig vor und drückt ebenfalls Bewegung aus. Beispiele hierfür sind wägbrängen – wegbringen, wägdoon – verschenken, wäggaon – weggehen, wägläggen – weglegen. Un in de kolle Wintertied sait män to, dat gi ju niks wäghaalt un de Fierdage nich in’t Krankenbedde liggen müët!

 

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