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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 02.06.2016
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Das plattdeutsche Wort „Üölge“

Läuft nicht alles wie geschmiert, kann Öl hilfreich sein, Üölge helpen. Und was gibt es nicht alles für Öle: das Mineralöl, dat Steenüölge, das Pflanzenöl, dat Plantenüölge, oder das Tieröl bzw. den Tran, dat Dierüöl­ge of Traon. Mineralöle braucht man als Heizöl, äs Böötüölge, für die Ölheizung, för dän Üölgeböter, sowie zum Schmieren beweglicher Teile äs Smiärüölge of Maschinenüölge. Viele kennen für die Petroleumlampe sicherlich noch den Begriff Steenüölge­latucht. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts benutzte man für Lampen tierisches Öl, Dier­üölge. Das wertvolle Öl brauchte man aber wie auch Leinöl, Lienüölge, zum Braten äs Braod­üölge. Darüber hinaus lässt sich Holz mit Leinöl konservieren. Dazu benutzt man gern ein Öltuch, een Üölgedook. Pflanzliche Öle gewinnt der Ölmüller, de Üölgemöller. Während man große Mengen Öl z.B. in Fässern lagert, in Üölgefiäter laogert, zapft man es für den täglichen Gebrauch in Ölkännchen ab, in Üölgekänkes af. Zur Vorsicht filtert man Schmutz mit einem Ölfilter ab, met ne Üölgesige af.

Hä, nu häb ik dat Gefööl, dat ik mi de Handen wasken mot!

 

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