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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 21.09.2016
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Das plattdeutsche Wort „Raod“

Guëden Raod is düer! - Guter Rat ist teuer! Diese Redensart benutzt man, wenn man in der Klemme steckt und es keinen Ausweg zu geben scheint. Oft kann aber ein Außenstehender einem Ratschlag geben, nen Raod giëwen. Er kann zu etwas raten, to wat raoden of toraoden, von etwas abraten, van wat afraoden, oder etwas empfehlen, wat anraoden. In den verschiedensten Gremien gibt es etwas zu beraten, wat to beraoden. Politische Ratsmitglieder, de Räöde, arbeiten im Stadtrat, in’n Stadraod. Sie tagen im Rathaus, in’t Raodhuus. Dem Kreistag, dän Landraodsdag, steht der Landrat vor, de Landraod vüör. Den Schulen steht der Schulrat zur Seite, de Schoolraod bisiet. Und jede Schule und jeder Kindergarten hat einen Elternrat, nen Öllernraod.  Viele Vereine haben neben dem Vorstand auch einen Beirat, auk nen Biraod. Große Parlamente verfügen über einen Ältestenrat, nen Ölsten­raod. Auch in der Bedeutung erraten und enträtseln wird das Wort raoden benutzt. Jä, un wat giw et nich aals an lütte un graute Räödsels to raoden!

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