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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde 188

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 17.10.2020
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Das plattdeutsche Wort „Fos“

Dem Fuchs – dän Fos – sagt man besondere Eigenschaften nach und hat ihm manchen Spruch gewidmet. So heißt es: De Fos gait nich äer up’t Ies, bes dat dao auk een Piärdeappel lig. Im übertragenen Sinne bedeutet es: Der Fuchs ist extrem vorsichtig. Seine Arglist beschreibt dieser Spruch: Nen Fos aon Nücke is een selten Glücke. Also: ein Fuchs ohne Hinterhältigkeit ist ein seltenes Glück. Füchse – Fösse – leben in einem Fuchsbau – in een Foslok. Dort sind sie bei der Fuchsjagd – de Fosjagt – sicher. Wehe, sie lassen sich sehen, denn dann droht, dass man ihnen ihr rotes Fell – üör fössig Fel – über die Ohren zieht. Ihr Schwanz – üör Fosstiärt – gilt als besondere Jagdtrophäe.

In der Natur begegnen uns hin und wieder der Acker-Fuchsschwanz – de Fosstiärt, der Kleine Fuchs (Schmetterling) – de lütte Fos – oder der Eichelhäher – de Fosiängster. Tritt man auf einen reifen Kartoffelbovist – nen ripen Fospuup, gibt es eine dunkle Sporen-Staubwolke. Lässt ein Koch etwas anbrennen, dän häw he nen Fos in’n Pot. Nä, dat is niks för mi, män Lüde met een natüürlik fössig Haor, de sai ik ümmer wier gään.

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