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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde 196

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 21.03.2021
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Das plattdeutsche Wort „fuul“

Fuul ist der plattdeutsche Begriff für das hochdeutsche Wort faul mit zwei Bedeutungen. Zunächst beschreibt es die Zersetzung von biologischen Stoffen, die mit einem fauligen Geruch – met nen fuligen Rüëk – einhergeht. Ist Obst angefault – anfuult, sollte man es wegwerfen oder z.B. bei Äpfeln die faulen – de fulen – Stellen großzügig ausschneiden. Erkrankt jemand an Typhus – an Fuulfewer, so riecht er verfault – vöfuult, nach Fäule – nao Füle.

Wir kennen den Begriff faul bzw. fuul aber auch als arbeitsscheu oder träge. Und es heißt: De Sunne häw nao kinen Buer van‘n How driëwen, wul aower de Fuulhait un dän Riängen. Wo sich die Bequemlichkeit breitmacht – sik de Fuulhait breedmäk, muss man sich nicht wundern, dass man zu nichts kommt. Faulpelze – Fuuljaks of Fuulwämse – sind bei hart arbeitenden Kollegen als Faulenzer – äs fule Daglainers – nicht hoch im Kurs. Da sind eher wortkarge Menschen angesehen – Muulfule ansain, die zwar nicht viel sagen, aber kräftig zupacken. Pat af un an döt et auk maol naidig, sik nen fulen Dag to maken!

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