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Worterklärungen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Plattdeutsche Wörterkunde

Hier sind die bislang veröffentlichten Beiträge zur Plattdeutschen Wörterkunde in loser Reihenfolge zu finden. Bei der Suche nach einem bestimmten Wort hilft eine Übersicht mit einer alphabetischen Ordnung.

 

Plattdeutsche Wörterkunde 204

Veröffentlicht Klaus Werner Kahl am 06.06.2021
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Das plattdeutsche Wort „friäten“

Menschen essen, Tiere fressen – Mensken doot iäten, Diers doot friäten! So sollte es sein, doch ist das Essen negativ belastet, man es verschlingt, wird es zum Fressen – to’t Friäten. Haustiere bekommen ihr Fressen – krieg üör Friäten, Wildtiere fressen u.a. Pflanzen an – friät Planten an, ab – af, oder gar kahl – of auk wul kaal. Auch gibt es gefräßige Tiere und Menschen – vöfriätene Diers un Lüde of Friäters. Wer kennt nicht jemanden, der scheinbar unersättlich isst – frät äs een Dampdüörsker! Bekannt ist: Vöfriätene Blagen wäert nich buorn, de wäert maakt! Wenig beliebt sind Menschen, die sich ständig auf Kosten anderer satt essen – sik düörfriät, oder alles unappetitlich in sich reinstopfen – friät äs een Swien. Normaler Weise merkt man, wenn man sich übergessen hat – sik üöwerfriäten of vulfriäten häw. Im schlimmsten Falle frisst man sich zu Tode – fräts di daud. Sterben kann man allerdings auch, wenn man einem Kanibalen – nen Menskenfriäter – in die Hände fällt. Dao sin ik laiwer Gast bi nen Füer- of Isenfriäter, auk wan ik dat Wiärks nu nich runner krieg.

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