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Platt verstehen

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Präötken - Bronzeskulptur 'Flirt' von Jürgen Ebert

Der Wortschatz - Grundlage der Sprache

Sprachen haben einen vergleichsweise kleinen Grundwortschatz, mit dem sich erstaunlich viel ausdrücken lässt. So sagt man, dass rund 500 Worte ausreichen, um im alltäglichen Leben zurechtzukommen.

Neben dem Grundwortschatz existiert eine ungeahnte Fülle von Fachbegriffen, die man im persönlichem Umfeld kennt bzw. kennen muss. Ein Chemiker hat einen anderen Wortschatz als ein Elektriker, eine Arzthelferin einen anderen als eine Fachverkäuferin.

Es wird immer wieder beklagt, dass der Gebrauch des Plattdeutschen insbesondere auch im täglichen Umgang miteinander zurückgeht und viele Begriffe aus dem alltäglichen Leben nicht mehr als plattdeutsche Ausdrücke vorhanden sind. Wir kennen dies aber nicht nur beim Plattdeutschen, sondern ebenso beim Hochdeutschen. So werden z.B. gerade Begriffe aus der Computerwelt häufig direkt aus dem Englischen übernommen. Deutsche Wörter sind hier Mangelware. Der Wortschatz vergrößert sich durch Fremdworte.

Selbstverständlich kommen neben Fremdwörtern auch plattdeutsche oder hochdeutsche Begriffe hinzu.

Auf der anderen Seite leben wir heute in einer Zeit, die mit der vor hundert, ja vor fünfzig Jahren in manchen Lebensbereichen fast nichts mehr zu tun hat. Die Folge ist, es gehen Worte verloren, weil man sie einfach nicht mehr braucht. Dies betrifft aber in starkem Maße Fachbegriffe.

Bedenklich wird es für eine Sprache, wenn weniger Worte hinzukommen und gleichzeitig mehr Worte verloren gehen. Dann wird aus einer lebendigen eine bedrohte Sprache.

Eine umfassende Dokumentation des Plattdeutschen ist u.a. das Wörterbuch des Münsterländer Platt.

  

   

 

Lebendige Sprache

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